Der Sport
„When I take you to the ground
your are in my territory.
And once you are there –
I choke you out.”
Rickson Gracie, Grappling-Legende
Luta Livre/Grappling
Das aus Brasilien stammende Luta Livre ist eine Bodenkampfsportart, die seit Mitte der 90er Jahre fest in der deutschen Kampfsportlandschaft verankert ist.
Luta Livre zählt zusammen mit den teilweise sehr eng verwandten Stilen wie dem Brazilian Jiu-Jitsu, dem amerikanische Submission Wrestling, dem russischen Sambo, aber auch dem traditionellen Ringen und Judo zu den so genannten Grappling-Sportarten (engl.: to grapple = anpacken, ringen).
Beim Luta Livre werden Würfe, Gelenkhebel, Würgetechniken und Haltepositionen trainiert. Das Ziel ist es, den Partner alleine mit diesen ringerischen Mitteln zu kontrollieren und/oder zur Aufgabe zu bringen. Dem Sportler steht dabei eine Vielzahl an möglichen Aufgabetechniken (Submissons) zur Verfügung.
Die speziellen Anforderungen an Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit machen Luta Livre zu einem umfassenden Ganzkörpertraining. Neben diesen körperlichen Attributen zeichnet sich der fortgeschrittene Kämpfer jedoch in erster Linie durch ein gutes Antizipationsvermögen und ein umfassendes Verständnis für Taktik und Timing aus. Der Kampf am Boden wird so zu einer Art Schachspiel, das derjenige Sportler für sich zu entscheiden vermag, der seinem Gegner im richtigen Augenblick einen Zug voraus ist.
Viele Sportler fasziniert bei Luta Livre gerade der Aspekt, dass man, ohne Schläge und Tritte auszuteilen, effektiv Kämpfe bestreiten kann. Trainings- sowie Wettkämpfe können auf diese Weise mit hoher Intensität geführt werden, ohne den Gegner bzw. Partner dem Risiko einer Verletzung auszusetzen.
Kick/Thai-Boxen
Das bei uns unterrichtete Kick- bzw. Thai-Boxen ist eine Kampfsport-Disziplin, bei der nur im Stand gekämpft werden darf. Hier mischen sich die Schlagtechniken des traditionellen Boxens mit den Tritttechniken vornehmlich asiatischer Kampfsportarten wie dem Karate, dem Kung Fu und vor allem dem traditionellen Muay-Thai. Als Trefferfläche gelten sowohl die Vorderseite der gesamten oberen Körperhälfte (ab der Gürtellinie aufwärts) als auch die Beine.
Das Kick/Thai-Boxen verlangt vom Kämpfer ein hohes Maß an Ausdauer, Präzision, Agilität und Schnelligkeit. Die Herausforderung bei diesem Kampfsport liegt darin, Schlag-, Tritt- und Verteidigungstechniken so zu automatisieren, dass man sich voll auf den Kampfverlauf und die Umsetzung der eigenen Taktik konzentrieren kann.
Mixed Martial Arts (Freefight)
Der moderne Begriff MMA oder Mixed Martial Arts bezeichnet eine besondere Form des sportlichen Zweikampfes, in der alle Kampfdistanzen vereint werden. Schläge und Tritte im Stand und am Boden sind ebenso gestattet, wie Würfe, Hebel sowie Würgetechniken. Daher ist es unerlässlich, dass sich MMA-Schüler in mehreren Kampfsportdisziplinen üben und fortbilden.
Seit ungefähr zwei Jahrzehnten erfreut sich das MMA weltweit einer wachsenden Beliebtheit. In den USA und in Japan sind entsprechende Sportereignisse längst etabliert. Aber auch in Deutschland findet diese junge Kampfsportart immer mehr Anhänger. Einen entscheidenden Einfluss auf die international exponierte Stellung des Mixed Martial Arts im Bereich der Vollkontakt-Kampfsportarten hat das mittlerweile sehr ausführliche Regelwerk sowie die – besonders in den USA – weit fortgeschrittene Professionalisierung dieser Sportart.